DEA Deutsche Eliteakademie

Institute an der DEA / Krankenhausmanagement

Krankenhausmanagement

Institutsleiter: Prof. Dr. med. Karl Dietrich Hepp
Institutskoordinatoren: RA Rüdiger Schilke
Institutsbeirat

 Prof. Dr. Rainer Weißenbacher
 Prof. Dr. Ulrich Hemel

 
Positionierung
 
Das Institut für Krankenhausmanagement (IKM) ist eine von mehreren gleichgestellten Einrichtungen unter dem Dach der Deutschen Eliteakademie (DEA). Der innere Aufbau gleicht jenen der übrigen Institute. Das IKM ist selbständig; es nutzt bedarfsweise die anderen Institute zur Ergänzung oder im Austausch von Experten und Daten.
 
Sinn und Zweck des IKM
 
Das Institut für Krankenhausmanagement (IKM) hat es sich zur Aufgabe gemacht, den ökonomischen Bereich des Arbeitsfeldes eines Krankenhausarztes, hier im Besonderen eines Chefarztes, aufzuarbeiten und den betroffenen Leistungsträgern das diesbezügliche Wissen strukturiert zugänglich zu machen. Sein Beitrag ist das Erschließen, Sammeln und Vermitteln relevanter Daten auf diesem Gebiet sowie die Erstellung und Aufbereitung des Studiengangs für Krankenhausmanagement an der DEA. Das bearbeitete Feld umfasst den wissenschaftlich-theoretischen und den angewandten praktischen Bereich. Dies ist die Grundlage für seine Präsenz in Forschung und Lehre.
 
Zentrales Thema
 
Die Klinikbetreiber können es sich auf Dauer finanziell nicht mehr leisten, einerseits den Betrieb auf dem neuesten medizinisch-wissenschaftlichen Stand zu halten und andererseits gesundheitsökonomische Gesichtspunkte bei der Einstellung leitender Mediziner außer Acht zu lassen. Ähnliches gilt für Chefärzte, die als Klinikleiter unbedingt in den Bereich Krankenhausmanagement eingebunden werden müssen, um nicht zu Erfüllungsgehilfen eines Krankenhausbetreibers zu werden, der ausschließlich niedrige Kosten und eine hohe Belegung im Auge hat.
Anhand bereits vorliegender abgeschlossener Verträge wird es für das IKM immer deutlicher, dass man sehr bewusst die Position eines Chefarztes oder ärztlichen Direktors zu beschneiden versucht, indem die Träger der Krankenhäuser die ärztlichen Leistungen - besonders in der Honorarfrage - durch einen Verteilungsschlüssel ganz erheblich zu kürzen versuchen. Zwar bleibt beim Chefarzt die gesamte Verantwortung, doch im Honorarbereich wird er häufig nicht besser gestellt als zuvor in der Position eines Oberarztes.
Dem gilt es entschieden entgegenzuwirken; auch darauf sind die Lehrinhalte des Studiengangs für Krankenhausmanagement an der DEA ausgerichtet, welche das IKM erstellt und betreut..
Das Institut zeigt den zukünftigen Chefärzten, wie sie konsequent ihre Vorstellungen einer Realisierung zuführen können, um einerseits eine ihren Leistungen und der damit verbundenen Verantwortung entsprechende Honorierung zu erhalten, andererseits in den Bereich des Krankenhausmanagements eingebunden zu werden als der wichtigste Ansprechpartner, wenn es um kostenbewusste Gesundheitsökonomie geht.
Das Institut ist mit den Inhalten seines Studiengangs für Krankenhausmanagement auf der Seite der Oberärzte als zukünftige Leiter von Kliniken, fühlt sich jedoch auch den Trägern der Krankenhäuser verpflichtet, denn nur wenn beide profitieren, ist ein reibungsloser Ablauf die natürliche Folge.
 
Gegenwärtiger Stand
 
Das IKM befindet sich im Aufbau. Teilbereiche sind heute schon in ihrer Struktur und Funktion weit fortgeschritten oder gar am Ziel. Die Aktionsfähigkeit ist erkennbar an der erfolgreichen Arbeit vor allem in Bezug auf die Vermittlung von Wissen.
Der weitere Aufbau des IKM erfolgt stufenweise. Er gründet auf der Rekrutierung der für die einzelnen Themen zuständigen Experten und auf dem Erreichen des jeweils angestrebten endgültigen Formats.
 
Konzept der Forschung
 
Der Bereich Forschung soll im IKM eine zentrale Rolle spielen. Im ersten Schritt wird sie  sich nicht den  Grundlagen zuwenden, sondern die Analyse des Alltagsgeschehens zum Ziel haben. Deshalb beschränkt sich derzeit die Forschung auf Erhebung und Sammeln epidemiologischer und singulärer Daten auf dem Gebiet des Krankenhausmanagements. Hierbei kommt eine Mitbeteiligung anderer Gruppen ebenso in Betracht wie Initiierung, Begleitung oder Unterstützung einzelner Projekte außerhalb des IKM und der DEA.
 
Lehre
 
Die Vermittlung von Wissen ist und bleibt das umfangreichste Anliegen des IKM. Das IKM bietet mit seinem Studiengang für Krankenhausmanagement an der DEA Oberärzten die Möglichkeit, sich bei der Bewerbung richtig zu positionieren, um den akademischen Weg als Chefarzt oder ärztlicher Direktor mit betriebswirtschaftlichem Wissen noch erfolgreicher zu untermauern - als ein konsequentes Unterfangen, sich als leitender Arzt auch gesundheitsökonomisch einzubringen, um damit das Berufsbild mit erworbenen Managementkompetenzen abzurunden.
Der Studiengang des IKM versteht es, die komplexe Struktur der ökonomischen Führung eines Krankenhauses einem Mediziner, der betriebswirtschaftlich nicht vorgebildet ist, im Bereich Krankenhausmanagement aufzuzeigen und ihn hier fit für den Alltag in leitender Position zu machen -auch als kompetenter Ansprechpartner, wenn es um betriebswirtschaftliche Fragestellungen geht, die seinen Arbeitsbereich betreffen. Der Blickwinkel wird damit geschärft, neben den medizinisch-wissenschaftlichen Fragestellungen auch die ökonomischen im Auge zu behalten, denn in Zukunft wird es immer wichtiger, dass der jeweilige Chefarzt daran mitarbeitet, dass sein Krankenhaus wirtschaftlich funktional arbeitet; andernfalls drohen Schließung, Zusammenlegung oder Kürzung.
Was das IKM heute als berufsbegleitenden Studiengang anbietet, gehört in Österreich längst zum Programm einer umfassenden Ausbildung in der Medizin. Zukünftige Chefärzte sollen sich dort im gesundheitsökonomischen Bereich fortbilden, bevor sie an Bewerbungen als leitende Ärzte teilnehmen und werden dafür mit Pluspunkten bei der Auswahl belohnt.
 
Grundintention des IKM
 
Bei der künftigen Wahl von Chefärzten im universitären wie im nicht universitären Bereich wird viel stärker darauf geachtet werden, einen Mediziner auszuwählen, der neben seinen hervorragenden klinischen Kompetenzen auch über ein ausreichendes Verständnis in Hinblick auf die wirtschaftliche Führung einer Klinik wie auch in Bezug auf Managementfunktion verfügt. Die Zeichen der Zeit erkennend, nehmen Mediziner, die eine Chefarztposition anstreben, allmählich immer mehr diesbezügliche Fortbildungsmöglichkeiten bis hin zu berufsbegleitenden Studiengängen in Anspruch, um sich auf Aufgaben wie Krankenhausmanagement und wirtschaftliche Führung eines Krankenhauses vorzubereiten.
Gerade die zunehmende Bedeutung ökonomischen Denkens in der Organisation öffentlicher Kliniken, die für privat getragene Krankenhäuser ohnehin schon immer selbstverständlich war, führt dazu, dass auch vom Chefarzt mehr und mehr die Fähigkeit verlangt wird, sich in die ökonomisch orientierten Sichtweisen des Krankenhausmanagements hineinzudenken und demgemäß zu handeln. Traditionell war es häufig so, dass der Mediziner mit einer gewissen Einseitigkeit, manchmal sogar blockierend, medizinische Aspekte gegen ökonomische Sichtweisen vertrat und sich in dieser Position, z.B. in der Auseinandersetzung mit dem Verwaltungsdirektor, verzettelte, anstatt zu verstehen, dass eine Klinik nur dann überlebensfähig ist, wenn sie neben der Erbringung optimaler medizinischer Leistungen auch ausreichend Aspekte der Wirtschaftlichkeit berücksichtigt. In Hinblick auf diese Überlegungen gibt es derzeit Pläne, die Funktion des ärztlichen Direktors einer Universitätsklinik nicht mehr automatisch an die Funktion des Lehrstuhlinhabers zu koppeln, sondern Verträge zu entwickeln, die es prinzipiell möglich machen, die eine Funktion von der anderen abzutrennen. Dies soll nach dem Muster geschehen, dass einem Ordinarius zwar wie bisher die Chance gegeben wird, der Klinik auch als ärztlicher Direktor vorzustehen. Wenn aber im Verlauf - z.B. eines 5-Jahres-Zeitraums - erkannt wird, dass der Betreffende nicht fähig ist, die Klinik unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu leiten, wird dann ein anderer ärztlicher Direktor diese Aufgabe übernehmen, und der Lehrstuhlinhaber nur noch für die Funktionsbereiche Lehre und Forschung zuständig sein.
Das IKM ist mit seinem Studiengang für Krankenhausmanagement angetreten, die Defizite in betriebswirtschaftlicher Hinsicht zu beseitigen, um jungen angehenden Chefärzten in Form eines berufsbegleitenden einjährigen postgradualen Studiengangs die notwendigen Managementkompetenzen anhand zu geben, die es ihnen ermöglichen, auch die betriebswirtschaftliche Seite einer Klinik zu erfassen und nachhaltig Gesundheitsökonomie zu betreiben, damit Kliniken wie auch andere betriebswirtschaftliche Einrichtungen kostenbewusst und effizient geführt werden.
Drucken Drucken