DEA Deutsche Eliteakademie

Institute an der DEA / Europäisches Institut für nachhaltige Wohn- und Pflegekonzepte

Europäisches Institut für nachhaltige Wohn- und Pflegekonzepte

Institutsleiter:

Prof. Dr. Imre Koncsik
i.koncsik@deutsche-eliteakademie.de 

Institutskoordinator:

Dipl. Volkswirtin Jale Yilmazer
j.yilmazer@deutsche-eliteakademie.de

Institutsbeirat:

RA Dr. Lutz Michel
Prof. Dr. Fabian Gergely
Prof. Dr. Astrid Herold-Majumdar

Hintergrund und Bedarfsanalyse

Es ist eine steigende Nachfrage nach qualifizierten und spezialisierten Pflegefachkräften und eine damit verbundene Erhöhung der Ansprüche zu konstatieren: an die Entwicklung einer persönlichen und beruflichen Identität der Pflegekräfte, an ihre Professionalität, an ihre ethische Kompetenz, an ein erweitertes Pflegeverständnis und Organisationsverständnis und an ihre Fähigkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung komplexer Organisationen und Pflegearrangements.
Ebenso spielt der demographische Wandel eine Rolle. Es kommen komplexe und dynamische Krankheitsbilder hinzu (z.B. Multimorbidität, chronisch-rezidivierender Krankheitsverlauf, psychiatrische Erkrankungen, Überlappung von Alterns- und Krankheitsprozessen, Überlappung von Alternsprozessen bei Behinderung). Als Reaktion auf die neuen Herausforderungen setzt ein beobachtbarer Wertewandel ein(Pflege 3.0), der noch durch die kulturelle Vielfalt in den europäischen Gesellschaften angeregt wird, aber auch durch unterschiedliche Lebensstile, eine zunehmende Individualisierung, veränderte Familienstrukturen und eine immer breitere Singularisierung.
Schließlich beschleunigt sich die Technologieentwicklung in Medizin, Pflege und verwandten Bereichen (z. B. Ambient Assisted Living AAL). So werden zunehmende (pflege-)wissenschaftliche Erkenntnisse generiert, die in die Praxis integriert werden müssen – und das angesichts der steigenden Ökonomisierung und des damit verbundenen wirtschaftlichen Drucks. Das führt zu komplexen ethischen Fragestellungen, u.a. aufgrund des Wertewandels sowie der o.g. erweiterten technologischen, diagnostischen (z. B. Pränataldiagnostik) und therapeutischen Möglichkeiten.
So kann von einem fundierten Bedarf an innovativen Wohnkonzepten mit flexiblen Pflegearrangements ausgegangen werden, um eine integrative, inklusive, sektorenübergreifende, an Fall und Person orientierte Wohn- und Lebensgestaltung in der eigenen Biografie zu gewährleisten. In diesen Rahmen fällt auch die Integration von Menschen mit Behinderung als Querschnittsaufgabe in Europa und in den unterschiedlichen Politikfeldern (EQUAL 2008).

Das Institut soll v.a. folgende Kooperationen anregen, um gemeinsam ebenso an der Qualitätssicherung und -steigerung der Pflege mitzuwirken wie auch an der Minderung des Notstands an qualifiziertem Pflegepersonal:

a) Bilateraler Austausch von StudentInnen und DozentInnen
b) Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
c) Zusammenarbeit mit Bund, Land und Gemeinden bzw. Städten
d) Zusammenarbeit mit der Politik
e) Anwendungsorientierte Forschung
f) Zusammenarbeit mit Hochschulen/Universitäten in der EU
g) Zusammenarbeit mit außerhochschulischen Bildungseinrichtungen der Pflege
 

Ziele

Allgemein:

  • Ausbau und Vernetzung des Pflege-Studiengangs an Hochschulen und mit der Wirtschaft (z. B. Sozialimmobilienwirtschaft, AAL-Technologie-Unternehmen, Anbieter pflegerischer, spezifisch pflegerischer, medizinisch-pflegerischer Leistungen): neue Bildungsinhalte, Wirtschaftsethik, nachhaltige und wissensfundierte Entwicklung von innovativen Wohnkonzepten und Pflegearrangements (selbstbestimmtes Wohnen, Teilhabe, Prävention von Pflegebedürftigkeit und Institutionalisierung, QoL) ggf. Ausweitung des Begriffs auf psychiatrische Pflege, palliative care
  • Angebot einer ethischen, juristischen, pflegerischen (Reha, gemeinde- und populationsorientierte Pflege, SAPV, Diagnostik und Fallsteuerung) und ökonomischen (u.a. Organisationslehre und -forschung, Finanzierung, DL Management) Zusatzausbildung 
  • Erhöhung der Nachfrage nach den Pflegestudiengängen (durch Ausbau des Angebots an Studieninhalten)
  • Koordination der Kooperation zwischen Hochschulen, Universitäten sowie der Wirtschaft, Politik, Bund, Land und Gemeinden bzw. Städten und Drittmittelgebern
  • Erstes Matching zwischen ArbeitgeberInnen und künftigen ArbeitnehmerInnen (Pflegekräften): Berufseinmündung, verantwortungsvolle und gezielte Gestaltung der Freizügigkeit des europäischen Arbeitsmarktes (Gesetz über die allgemeine Freizügigkeit von Unionsbürgern – Freizügigkeitsgesetz/EU vom 1. Januar 2005)
  • Förderung der Forschung u.a. zur Entwicklung wissenschaftlich fundierter, nachgewiesen wirksamer und wirtschaftlicher Wohn- und Pflegekonzepte 

Nachhaltigkeit ist auf mehreren Ebenen zu betrachten und zu konkretisieren (Erdgipfel Rio 1992):

  • Einzel- und volkswirtschaftlich: nachhaltige Organisationsentwicklung und Wertschöpfung, Effizienz über Sektorengrenzen hinweg (z.B. Pflege- und Gesundheitskasse), Ausgleich zwischen einzel- und volkswirtschaftlichen Interessen
  • Ökologisch: Erhalt der Ressourcen für nachfolgende Generationen 
  • Ethisch-humanistisch: sozial gerecht, die Person fördernd, wohlfahrtsökonomisch (Lebensqualität)

Es geht auch um den Erhalt und die Förderung von Personalressourcen angesichts des Fachkräftemangels und der demographischen Entwicklung, Erhalt und Förderung von Gesundheitsressourcen und Selbstpflegekompetenz, sowie um Prävention von Pflegebedürftigkeit und Hospitalisierung, um Selbstbestimmung und Teilhabe.

Dreieck der Nachhaltigkeit, Erdgipfel von Rio 1992

 

Aufgaben

  • Für EU-Hochschulabsolventen: zertifizierte Nachschulung (bes. im Bereich Pflegedokumentation, deutsches Recht, wirtschaftliche Fragen sowie Ethik / Besonderheiten der deutschen Kultur), Sprachkurs
  • Duale Weiterbildung in Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber (Status des Hochschulabsolventen: bezahlter Praktikant).
  • Für Nicht-EU-Hochschulabsolventen: siehe oben, zzgl. deutscher Examinierung als anerkannter Altenpfleger
  • Administration eines Bewerber-Pools für das Austauschprogramm für Ungarn und Deutschland (DozentInnen und StudentInnen) -> Sicherstellung der Qualität der Lehre sowie der Bewerberprofile (Auswahlverfahren)
  • Verwaltung des Stipendien- und Finanzierungs-/Fellowship-Programms
  • Organisation und regelmäßige Durchführung von Karrieretagen / Recruiting Events
  • Mentorat für die StudentInnen (Begleitung; Reporting über den Praxis-Einsatz)
  • Koordination des Austauschs von DozentInnen
  • Vermittlung von Unterkunftsmöglichkeiten für StudentInnen und DozentInnen
     

Struktur des Instituts

Organigramm des Europäischen Instituts für nachhaltige Wohn- und Pflegekonzepte  (European Institute of Sustainable Living and Caring Concepts EISLiCC)

Erläuterung:

Leitung (Koncsik / Deutsche Eliteakademie): Lehre, Forschung, QM, Zertifizierung, PR, Betreuung der StudentInnen, Mentorat

Koordinator (Jale Yilmazer): Organisation (Events, Veranstaltungen), Strategieplanung, Finanzierung, Budgetierung, Beratung der StudentInnen / Praktikum, Koordination ArbeitgeberInnen-ArbeitnehmerInnen

Sekretariat / Assistenz (N.N.): administrative Aufgaben, Unterstützung des Vorstands sowie des Koordinators

DozentInnen 

Betreute Personen

  • GastdozentInnen / Fellows
  • Lehrbeauftragte
  • Austauschprogramm der StudentInnen
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