DEA Deutsche Eliteakademie

Wichtiges aus der Medizin: die Suggestibilität

 

Jeder Arzt sollte sich darüber bewusst sein, dass er keine Krankheiten behandelt, sondern Menschen. Seine Patienten sind eigenständige Persönlichkeiten mit einem sozialen und kulturellen Umfeld sowie einer eigenen Art der Erwartungshaltung, Einstellung zur Krankheit und Selbsteinschätzung. Alle diese Faktoren können die Diagnose beeinflussen und richtig angewandt zum Therapieerfolg beitragen. So bestimmt gerade der Grad der Erwartungshaltung und psychischen Beeinflussbarkeit - damit der Suggestibilität - wesentlich den Placeboeffekt.

 

Unter Suggestibilität versteht man die erhöhte, oft unbewusste Beeinflussbarkeit der Denk-, Gefühls- und Willensabläufe von Menschen.

Da das Wissen und die richtige Einschätzung der Suggestibilität dem Arzt bei der Diagnose und Behandlung seines Patienten helfen können, ist es von Wert, einen allgemein gültigen Test zur Bewertung der jeweiligen Suggestibilität zu entwickeln.

 

Bei der Suggestibilität kommt es zu einer Beeinflussung der Willens- und Gefühlsabläufe, was zu ungeprüfter Übernahme von Überzeugungen, Wertvorstellungen oder Verhaltensweisen sowie vegetativen Veränderungen führen kann. Grundsätzlich ist ein Verhalten, das solche suggestiven Folgen auslöst, bei vielen Therapeuten ausgeprägt und kann aus sich heraus den Heilungsprozess fördern oder stören. Daneben muss auch immer die nicht zu unterschätzende Autosuggestion des Patienten berücksichtigt werden, da diese Selbstbeeinflussung eine wichtige Rolle spielt und sich in Erwartungshaltung, gesteigerter Selbstbeobachtung, Wunschdenken und Glauben an die Heilung erheblich auswirkt.
 
Suggestibilität ist aber nicht auf Kranke beschränkt, sondern findet sich auch bei Gesunden. So können Gesunde Krankheiten wahrnehmen, die per se nicht vorliegen. Wird bei einem fiktiven Heckaufprall ein vermeintliches Halswirbelsäulenschleudertrauma (HWS) diagnostiziert, haben ca. 20 % der Betroffenen typische Distorsionsbeschwerden. Die Entstehung dieser Beschwerden ist erlebnisreaktiv, vorstellungsbedingt oder psychovegetativ. In Ländern wie Deutschland mit hoher Versicherungsrate werden HWS-Traumen mit einer deutlich höheren Beschwerderate diagnostiziert.

Das Wissen um den suggestiblen Patienten kann für den Arzt ein Gewinn bei der Planung von Diagnose und Therapie sein, wenn es richtig angewandt wird. Dabei kann die Kombination von Hochschulmedizin und verantwortbarer, meist mit hoher Suggestibilität einhergehender Außenseitermethoden eine deutlich verbesserte Therapie bewirken, die den Patienten positiv beeinflusst, aber auch die Krankheitstage reduzieren und zusätzliche teure Therapien einsparen helfen kann. Gleichzeitig sollte mit einer mehr am Patienten orientierten Behandlung das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient positiv ausgebaut und teure pseudomedizinische Verfahren vermieden werden, weil der Patient durch den Vertrauensvorsprung in seinen Arzt dessen Behandlung optimal annimmt. 

Auch hier ist die Gesundheitsökonomie, der sich die DEA verpflichtet hat, ein wichtiger Gesichtspunkt, um von Fall zu Fall abzuwägen, welche notwendigen Kosten mit den damit verbundenen Maßnahmen auch indiziert sind.

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