DEA Deutsche Eliteakademie

Einkünfte der niedergelassenen Ärzte in der BRD 2009

“Die alles überlagernde Ursache für die Unzufriedenheit bei den niedergelassenen Ärzten ist der   Mangel an Geld“, schrieb kürzlich Prof. Fritz Beske vom gleichnamigen Kieler Institut für Gesundheitsforschung.
Die DEA kann diese Aussage auf Grund eigener Erfahrungen nur unterstreichen.

Ein selbst für Experten kaum noch durchschaubares Abrechnungssystem basierend auf hochkomplizierten Modulen, die auch für Mathematiker nur mit großem Vorwissen zu entschlüsseln sind, erzeugt eine

Verständnislosigkeit die momentan finanziell die Fachärzte aufs Heftigste trifft. Streiks, Praxisschließungen und Behandlungsverweigerungen sind die Folge dieser neuen Honorarordnung, die sich die Ärzte allerdings selbst mit eingebrockt haben und die bereits reformiert gehört, bevor sie in Kraft tritt, auf der Basis eines ganz einfachen Abrechnungsverfahrend in dem die erbrachten Leistungen entsprechend dem dafür notwendigen Aufwand honoriert wird, wie in allen anderen Berufen.

Zwischenzeitlich haben die Hausärzte in Bayern mit der AOK einen Vertrag geschlossen, der vom Prinzip her an die pauschale Scheinabgeltung in den 60-Jahren erinnert und sind außerordentlich glücklich über diese Vereinbarung, die am 01. April 2009 in Kraft treten soll. 
Dieser Tag wird in die Geschichte der bayerischen Hausärzte eingehen , erklärt überschwänglich Dr. Wolfgang Hoppenthaler, der Vorsitzende des BHÄV seinen Vorstandsmitgliedern. Der Vertrag sichert den Hausärzten in Bayern erstmals ein eigenes Tarifrecht und dafür, erklärt Hoppethaler habe er mehr als ein Vierteljahrhundert gekämpft.

Auf Grund dieses Vertrags, werden die teilnehmenden Ärzte künftig einen durchschnittlichen Fallwert von etwa 85,-- Euro erhalten. Basierend auf der Behandlungspauschale von 50,-- Euro pro Quartal einen Zuschlag von 26,-- Euro für chronisch Kranke und eine Strukturpauschale von 21,26 Euro.
Der Hausarzt weiss nun, dass der AOK-Patient, der seine Praxis betritt, ihm pro Quartal etwa 85,-- Euro einbringen wird und wenn er 1.000 behandelt erhält er 85.000,-- Euro pro Quartal von der AOK in Bayern.
Demgegenüber sind die Fachärzte außer Rand und Band, sie haben errechnet, dass Ihnen die gesetzlichen Krankenkassen pro Quartal Honorare von höchstens bis zu 50,-- Euro pro Patient überweisen werden und sehen damit bereits den Gang zum Konkursgericht vorprogrammiert.
Die Situation ist in jedem Fall sehr schwierig, die Reform sieht zwar für Ärzte Mehreinnahmen von etwa 10 Prozent vor, doch wo diese ankommen werden, weiß keiner, weder die Ärzte noch die KV´en und schon gar nicht die Regierenden. Sie haben bereits kuntgetan, dass Vertragsärzte, die über 15 Prozent gegenüber dem letzten Quartal liegen, angeglichen werden sollen, in welcher Höhe allerdings ist bisher offen gelassen worden.
 
Diese Reform wird weitere Reformen nach sich ziehen und die DEA beabsichtigt sie auf dem Laufenden zu halten, wie sich die Honorarsituation bei den Ärzten nach Abschluss des I. Quartals 2009 tatsächlich auswirkt. Ein für alle Beteiligten sehr spannendes Thema.

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