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Morbus Alzheimer

Als einer der ganz Großen in der Psychiatrie gilt Alois Alzheimer. Sein wissenschaftlicher Ruhm definiert sich erstlinig auf Grund der von ihm entdeckten Krankheit, die seinen Namen trägt.

Doch außer einer immer intensiveren Erforschung dieses Krankheitsbildes, an dem allein in der Bundesrepublik eine Million Demente leiden, ist seit 1901, also seit 100 Jahren, kein wirklicher Behandlungserfolg zu verzeichnen.

Zwar glauben die meisten Bundesbürger, dass es zwischenzeitlich Medikamente gäbe, die präventiv eingreifen oder sogar akute Schübe einer Alzheimer-Erkrankung verbessern könnten, doch in Wahrheit zeigen alle bisher durchgeführten klinischen Studien keinerlei nachhaltige Erfolge, unterstreichen damit das bisherige Scheitern der Alzheimer-Forschung in Bezug auf eine deutliche Milderung oder gar Heilung der Krankheit.

Gelder in Milliardenhöhe fließen seit Jahrzehnten weltweit in die medizinisch-pharmakologische Forschung, und mehrere tausend Wissenschaftler beschäftigen sich ausschließlich mit dem Absterben von Nervenzellen und versuchen, den Prozess zu stoppen. Ihnen gelang es in den letzten Jahren, die Verklumpungen im Gehirn zu reduzieren, doch dieser Erfolg kam beim Patienten nicht an, er verbesserte weder seine Alltagsbeschwerden noch die Lebensqualität signifikant, auch wenn das die Pharmazie weit positiver sehen will.

Deshalb stellt sich heute die Frage, ob man das Altern des Gehirns als wirkliche Krankheit bezeichnen darf und inwieweit wir unser unausweichliches Ableben notgedrungen begleitet sehen müssen von einem letztlich zum Tode führenden Gebrechen.

Demgegenüber stehen marktwirtschaftliche Gesichtspunkte, denn die Pflege und eine damit verbundene Behandlung von Alzheimer-Patienten sind teuer; zudem soll sich die Zahl der Betroffenen in den nächsten 40 Jahren verdoppeln, auch weil die Bevölkerung in Deutschland immer älter wird.

Bleiben allein Präventivmaßnahmen, um das Gehirn widerstandsfähiger zu machen, begleitet von einer Verbesserung der Durchblutung und einem täglichen Gehirntraining sowie der Eindämmung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes. Inwieweit allerdings diese Kriterien Einfluss auf die Krankheit haben, wurde durch keine einzige unabhängige klinische Studie unter Beweis gestellt, die Maßnahmen dienen weit mehr der Volksgesundheit im Allgemeinen.

Fasst man zusammen, dann ist es der Alzheimer-Forschung bisher nicht gelungen, die Krankheit einer Heilung zuzuführen. Ob zukünftig neue Medikamente das Ziel erreichen,  ist nach heutigem Kenntnisstand eher zu bezweifeln; zumindest sehen wir momentan keine wirklich erfolgversprechenden Belege auf den dafür zuständigen medizinisch-wissenschaftlichen Gebieten.


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