DEA Deutsche Eliteakademie

Die medizinische Versorgung in der BRD

Vorsicht Medizin! - überschrieb Der Spiegel einen Artikel in Bezug auf die Versorgung in der BRD und prangerte die häufig nutzlose Pillenvergabe, unnötige Operationen, riskante Therapien an, kritisierte, dass viele Maßnahmen der modernen Heilkunde mehr schaden als nutzen würden, warnte vor den Gefahren einer Übertherapie und forderte ein radikales Umdenken mit nachfolgendem provokanten Satz: Weniger Medizin sei gesünder! Völlig falsch sind die Anwürfe und Behauptungen des Spiegels keinesfalls, auch wenn sie sehr reißerisch und übertrieben klingen. Tatsächlich hat sich die Medizin in der BRD zu einem Massenphänomen entwickelt und anstelle des früheren Beichtstuhls werden heute die Wartezimmer der Ärzte buchstäblich gestürmt, um einen Behandlungstermin wahrzunehmen.
Nach neuesten Erhebungen nehmen in der BRD über 60-Jährige im Durchschnitt mindestens 5 Medikamente pro Tag ein, gehen über 20-mal im Jahr zum Arzt und verwenden einen Großteil ihrer Zeit für gesundheitstherapeutische Maßnahmen - mit dem damit verbundenen Ziel, deutlich länger zu leben. Die Aussichten sind keineswegs schlecht. Mit weiteren 21,2 Jahren Lebenserwartung darf nach statistischen Angaben ein Deutscher im Alter von 60 Jahren heute noch rechnen und Frauen sogar mit weiteren drei Jahren. Diese Zeit können sie häufig mit einer entsprechenden Lebensqualität genießen, auch wenn Prävention oder operative Maßnahmen notwendig werden, um „gesund“ zu altern. Keine andere Gruppe wie jene der jungen Alten ist von derartig unterschiedlichen Lebensformen geprägt. Während der eine seinen Ruhestand im heimischen Garten genießt oder sich mit sportlichen Aktivitäten die Zeit vertreibt, engagiert Golf oder Tennis spielt, sitzt der andere immer noch in Vorstandsetagen, trainiert Bundesliga-Mannschaften oder baut Schulen für Hilfsorganisationen in Afrika auf. Die jungen Alten erleben in sehr vielen Fällen eine großartige Erfolgsstory. Bei aller Kritik an der so genannten Überversorgung in der BRD ist diese meist besser als jede Form der Unterversorgung. Trotzdem müssen wir mit den Gesundheitsressourcen sorgsam umgehen – das gilt für den Patienten ebenso wie für den Arzt. Das richtige Maß zu finden, sollte das gemeinsame Ziel sein! Die DEA erweist sich hier als stetiger Mahner.

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