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DEA intern: PRÄVENTION DES ZERVIX-KARZINOMS DURCH IMPFUNG

In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 7.000 Frauen an einem Zervix-Karzinom, und die Sterberate liegt bei 40 %. Ausgelöst werden solche Malignome durch persistierende Infektion mit HPV-Viren vom Hochrisikotyp 16 und Typ 18. Derartige Infektionen soll künftig eine Impfung verhindern, berichtet unser ehemaliger Präsident Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Rainer Weissenbacher von der Gynäkologischen Universitätsklinik München bei einer Tagung in Großhadern.

Prof. Dr. Dr. Rainer Weissenbacher

In der Phase-II-Studie ist durch den Impfstoff Gardasil von Sanofi Pasteur MSD die Inzidenz einer persistierenden Infektion mit HPV 6, 11, 16 und 18 bei jungen Frauen signifikant reduziert worden. Auch die Rate der damit verbundenen Erkrankungen, inklusive neuer Präkanzerosen der Zervix- und Genitalwarzen war im Vergleich zu Frauen aus der Placebo-Gruppe deutlich verringert. Nach den Studiendaten hält der Impfschutz etwa vier Jahre an.
Sobald die Phase-III-Studie mit 25.000 Teilnehmerinnen beendet ist, soll der Zulassungsantrag in den USA und in Europa gestellt werden. Dies wird für Ende des Jahres erwartet.

Senator Thomas Rühle, Vorsitzender der Geschäftsführung von Sanofi Pasteur MSD in Deutschland, wird diesen wichtigen Impfstoff nach der Zulassung bundesweit vertreiben. In einem kürzlich von Rühle herausgegebenen Buchwerk mit dem Titel „Im Vordergrund der Mensch – Impfstoffe – Mehr als nur ein Geschäft“ setzt sich Thomas Rühle mit diesem sensiblen Produkt auseinander, beschreibt kritisch den Standort Deutschland als einstmalige Apotheke der Welt, glaubt, daß unser Staat sich selbst im Wege stehe und Dauerwahlkämpfe Reformen verhindern. In sehr vielem hat Senator Rühle recht, legt er den Finger in die Wunde unseres Gesundheitssystems mit dessen hausgemachten Krisen und Fehlern.


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