DEA Deutsche Eliteakademie

Seminar: Praxisbezogene Existenzgründung, gerichtet an den Arzt

Aus dem Studiengang für Praxismanagement

Sie haben sich als Arzt zu einer selbstständigen Arbeit in eigener Praxis entschlossen. Dies ist der erste Schritt. Jetzt ist es jedoch erforderlich, genaue Planungen, Analysen und Konzeptentwicklungen durchzuführen. Dabei sind nicht nur die vorgegebenen Bestimmungen der KV zu beachten, sondern es sind sehr individuelle Zielsetzungen zu berücksichtigen. Dieses Seminar kann dazu wichtige Hilfestellungen und Informationen vermitteln. Heute verlangen auch die meisten Banken/Kreditinstitute für einen effektiven Finanzierungsplan ein fundiertes Managementkonzept.

Eine Praxisneugründung oder auch eine Übernahme einer bereits bestehenden Praxis muss heute auf der Grundlage eines Dienstleistungskonzeptes geplant und ausgeführt werden, um Erfolge zu erzielen. Dies ist kein vergänglicher Modetrend, sondern eine Weichenstellung, die den Erfolg der Praxis beständig stützt und ausweiten kann.

In diesem Seminar sollen nicht nur alle notwendigen Formalitäten und grundlegenden Daten, auch finanziellen Möglichkeiten, für die Existenzgründung einer medizinischen Praxis aufgezeigt werden, sondern auch ein zukunftorientiertes, auf Effizienzoptimierung und Patientenzufriedenheit ausgerichtetes Praxisgestaltungssystem. Denn der Praxiserfolg beruht nicht allein auf „guter Medizin“, sondern zusätzlich auf einer sorgfältigen Unternehmensanalyse, einer konsequenten Praxisstrategie und einer Bereitschaft des Praxisinhabers zu notwendigen Veränderungen und Verbesserungen. Ein Großteil der Fehlerquellen in einer Praxis können vermieden werden, wenn von vornherein  eine geeignete Analysenmethodik angewandt wird. Die Erfahrung zeigt, dass der größte Teil der Probleme, die außerhalb des Finanzbereiches auftreten, auf eine fehlerhafte oder ungenügende Gestaltung der Praxisdienstleistungsfaktoren zurückzuführen ist. Die systematische Gewinnung und Aufbereitung aller relevanten Informationen über das Umwelt- und Beziehungsgefüge der Praxis sowohl im Hinblick auf den Beschaffungsbereich als auch in Bezug auf Leistungserbringung sind ein wesentlicher Bestandteil der Praxis-Marktforschung. Je besser die Bedingungen des Einzugsgebietes bekannt sind, desto zielsicherer können Strategien und Maßnahmen darauf ausgerichtet werden. Die Planungs- und Entscheidungssicherheit wird erhöht, man kann Geld sparen, denn ein ungeplantes und somit uneffizientes Arbeiten ohne richtige Marktkenntnisse wirkt wie „Sand im Getriebe“, Probleme und Misserfolge sind vorprogrammiert. Praxisziele müssen definiert werden, denn diese sind vorweggenommene Vorstellungen, über die das Ergebnis der Praxistätigkeit entwickelt wird. Sie geben Antwort über das, was mit der Praxisarbeit erreicht werden soll. Praxisziele helfen, die Arbeit zu koordinieren, zu steuern und zu kontrollieren. Beliebigkeit und Aktionismus werden durch eine Leitlinie ersetzt. Die Formulierung der Ziele ist der erste Schritt für eine Praxisplanung. Mithilfe einer Praxisstrategie werden Wege und Mittel beschrieben, die zum Erreichen der Praxisziele führen. Ein wichtiger Baustein der Strategie ist die Positionierung, die die Identität der Praxis kennzeichnet. Leistungsschwerpunkte und Kompetenz des Arztes dienen als Gestaltungselemente und unterscheiden sie von anderen Praxen.

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Für jedes Unternehmen ist es wichtig, Zukunftsperspektiven zu entwickeln und Leitsätze zu formulieren, um den Mitarbeitern grundsätzlich eine Orientierung zu geben. Mithilfe von Visionen und Philosophien können nach außen auch Kunden bzw. Patienten angesprochen werden. Mithilfe der Praxisphilosophie oder Visionen kann man feststellen, wo das medizinische Leistungsangebot, das Praxisimage, die Praxisgröße und der Standort stehen sollen. In der Praxisphilosophie beschreibt man den Zweck der Arbeit, die Gründe für die Existenz der Praxis, was und für wen man dies tut. Die Praxisphilosophie muss für das gesamte Praxisteam zu einer gemeinsamen Wertebasis werden. Dazu ist es erforderlich, das Praxisteam in die Entwicklung von Visionen und Philosophie einzubinden, um ein „Wir-Gefühl“ zu schaffen. Es nützt nichts, wenn der Praxisinhaber eine Praxisphilosophie vor Augen hat, diese aber dem Team nur unzureichend vermitteln kann. Die Mitarbeiter werden eigene Interpretationen, Vermutungen und Vorstellungen entwickeln, die dann zu Missverständnissen führen. Die Praxisphilosophie hilft auch bei der Auswahl von Mitarbeitern, weil man bereits im Vorstellungsgespräch testen kann, ob der potenzielle Mitarbeiter mit den Einstellungen zu den Inhalten der Praxisphilosophie passt. Auch für die Einarbeitungszeit ist die Praxisphilosophie wertvoll, da sie dem neuen Mitarbeiter durch die festgelegten Werte eine schnelle Orientierung bietet.


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