Drucken Drucken



Müssen Ärzte mit Betriebsprüfungen rechnen und sich dagegen wappnen ?
Datum: Donnerstag 27 November 2008 09:22:01
Thema: Akademienachrichten


 
 
Schon im Vorfeld können beruhigende Aussagen getroffen werden; Ärzte müssen – wie Kleinbetriebe – nur durchschnittlich alle 33 Jahre mit einer Betriebsprüfung rechnen, so dass - statistisch gesehen - lediglich jeder zweite Arzt im Laufe seines Berufslebens mit einer Betriebsprüfung konfrontiert wird.
Ursache für häufige Betriebsprüfungen oder gar Steuerfahndungen sind meist deutliche Einkommensschwankungen, erhebliche Sonderabschreibungen oder offen zur Schau gestellter Luxus, der nicht zum Einkommen passt, manchmal auch anonyme Anzeigen.
 


Grund für diese sehr seltenen Betriebsprüfungen in bundesdeutschen Arztpraxen ist das fehlende Personal bei den Finanzbehörden, obwohl die Betriebsprüfer für den Staat angeblich ihr Geld wert wären, wie zahlreiche Behördenvertreter behaupten. Deshalb klagen einige Finanzämter, dass Steuerbetrügern – auf Grund des zu geringen Personalstands - Tür und Tor geöffnet sei.
Der Arzt als Steuerzahler kann sich darüber eher freuen; mit unangenehmen Betriebsprüfungen muss er nur sehr selten oder gar nicht rechnen. Nach DSTG-Angaben werden derzeit jährlich nur drei Prozent der Praxen geprüft.
Eine derartig niedrige Quote lädt zur Unehrlichkeit ein, behaupten die Behörden.
 
Dem gegenüber kritisiert der Bayerische Oberste Rechnungshof regelmäßig in seinen Jahresberichten, dass die Auswahl gründlich zu prüfender Steuerfälle sich zu wenig am möglichen Steuermehrertrag orientiert. Die Veranlagungsqualität bei Steuerfällen mit hohem Risikopotential sei mangelhaft. Das heißt, was nützt es den Finanzämtern, wenn eine vor dem Konkurs stehende Arztpraxis oder Klinik umfassend geprüft wird und nach Monaten der Fahndung eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe festgestellt wird, diese allerdings in der Folge nicht mehr eintreibbar ist. Ein solches Ergebnis kann für den Betriebsprüfer zwar zu einer hohen Quote festgestellter Steuernachzahlungen führen, dem Finanzamt und somit dem Staat bringt es aber keinen Euro.
 
Steuersünder, die darauf vertrauen, nicht geprüft zu werden, gehen trotzdem ein hohes Risiko ein. Moderne Datenverarbeitung kann immer mehr Angaben auf elektronischem Weg durchforsten, so dass Prüfer schneller auf Abweichungen aufmerksam werden. Sie können sich dann besser auf diese Problemfälle konzentrieren.
 
Wie sich der Arzt bei Betriebsprüfungen verhalten soll, beschreibt die DEA in ihren Studiengängen für PRAXISMANAGEMENT und KRANKENHAUSMANAGEMENT.
 
Wappnen Sie sich im Vorfeld, wenn Prüfer sich ansagen oder gar Fahnder überraschend in Ihrer Praxis erscheinen, auch wenn dafür die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist !






Dieser Artikel stammt von der Webseite DEA Deutsche Eliteakademie
www.deutsche-eliteakademie.de

Die URL für diesen Artikel lautet:
www.deutsche-eliteakademie.de/load.php?name=News&file=article&sid=149


Drucken Drucken

Das Impressum finden Sie hier
www.deutsche-eliteakademie.de/load.php?name=Impressum